Resilienz – die Kunst mit allem in Kontakt zu treten

Resilienz - die Kompetenz, mit allem in Kontakt zu treten - DI Dr. Edith DuschResilienz wird immer öfter als eine Möglichkeit genannt, mit der die Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft gemeistert werden können. Doch was verbirgt sich hinter diesem Begriff? DI Dr. Edith Dusch gibt Einblick in die Materie und gibt Ihnen Tipps, wie Sie selbst Ihre Resilienz verbessern können.

Resilienz – die Kunst mit allem im Leben in Kontakt zu treten

Resilienz kann als die Fähigkeit bezeichnet werden, schwierigen Situationen wirkungsvoll gegenüberzutreten oder nach Niederlagen wieder auf die Beine zu kommen. Es ist die Fähigkeit, nach einem Hinfallen wieder aufzustehen. Resilienz bedeutet, immer wieder die Steine aus dem Weg zu räumen und gut mit den Widrigkeiten des Lebens umgehen zu können. Somit umfasst Resilienz ein Repertoire an Kompetenzen, Fertigkeiten, Eigenschaften, Haltungen, Verhaltensweisen und Denkmuster, welche für die Bewältigung von Herausforderungen notwendig sind. Resiliente Menschen haben die Fähigkeit, sich selbst aus einer misslichen Lage zu befreien und wieder Boden unter den Füßen zu bekommen. Somit gelingt es ihnen nicht nur schwierige Situationen zu überwinden, sondern sie gehen aus diesen sogar gestärkt hervor. Resiliente Menschen lernen aus ihren Misserfolgen.
Resilienz ist die Kunst, mit allem im Leben auf glückliche und inspirierende Weise in Kontakt zu treten. Es ist die Flexibilität sich allem, was einem begegnet angemessen anzupassen, den Moment zu genießen und mit Optimismus auf alles zu antworten. Resiliente Menschen können das Schicksal des Lebens als einen Teil des Lebens anerkennen und annehmen.

Man wächst an der Herausforderung

Resilienz ist eine Mischung aus Fertigkeiten, Eigenschaften, Haltungen, Verhaltensweisen und Denkmuster, die sich zu einer Bewältigungskompetenz zusammensetzen. Jeder Mensch sammelt im Laufe seines Lebens unterschiedliche Erfahrungen. Durch jede Erfahrung, die jemand durchschreitet und die Art und Weise, wie er Niederlagen meistert, eignet sich jeder Mensch ein Repertoire an Bewältigungskompetenzen und –strategien an. Das sind bestimmte Denk- und Handlungsmuster, die für künftige Problemlösungen zur Verfügung stehen. Schwierige Lebensbedingungen erweisen sich dabei als gutes Lernfeld, – man wächst an den Herausforderungen und die Persönlichkeit reift durch Schicksalsschläge.

Resilienz ist erlernbar

Resilienz kann man somit erlernen, trainieren und ausbauen. Ein Resilienz Training baut auf drei Ebenen auf:

  • Vergangenheit: Hier geht es um das Lernen aus den Erfahrungen der Vergangenheit. Darum, zu erkennen, wie diese Erkenntnisse uns dabei unterstützen können, die eigenen Bewältigungsstrategien zu verbessern. Das eigene Verhalten reflektieren, und hinterfragen ob es alternative Handlungsmöglichkeiten gegeben hätte.
  • Gegenwart: Neue Denk- und Verhaltensgewohnheiten gilt es regelmäßig zu üben und zu verinnerlichen, indem sie bei aktuellen Herausforderungen angewandt werden. Resilienz setzt hier bei der eigenen Selbstwirksamkeit und Eigenverantwortung an.
  • Zukunft: Ein weiterer Bestandteil des Resilienz Trainings ist die Zukunftsorientierung. Es geht hierbei um das Finden von einer Ausrichtung für unser Leben. Die Richtung, in die wir unterwegs sind, wohin wir uns entwickeln möchten.

Resilienz ist keine Frage des Alters

Resilienz kann in jedem Alter verbessert werden. Gerade an täglichen kleineren Ärgernissen oder kleineren Mini-Problemen des Alltags können wir sie trainieren und unsere Resilienz stärken.
Die eigene Resilienz weiter auszubauen ist Teil einer persönlichen Entwicklung und setzt den persönlichen Wunsch nach Veränderung voraus. Zur Stärkung der Resilienz braucht es die Fähigkeit, sich selbst wahrzunehmen und die eigenen Bewältigungsstrategien realistisch einzuschätzen bzw. zu hinterfragen.

Resilienz – ein Gegenkonzept zur Burnout

Wenn die Anforderungen die eigene Leistungsfähigkeit übersteigen, wenn der Leistungsdruck und die Kompetenzen weit auseinander klaffen, dann steigt das Risiko für Burnout. Burnout trifft oft Menschen, die ehrgeizig, zielstrebig und leidenschaftlich bei der Sache sind, und den Mut haben, große Herausforderungen anzunehmen. Dabei kann es zu Selbstüberschätzung oder Fehleinschätzung künftiger Ereignisse kommen. Wenn es zu unvorhergesehenen Ereignissen und damit zu häufigen Rückschlägen kommt, die zur Dauerbelastung werden und zur Überforderung führen, kann es in ein Burnout münden. Burnout ist kein Versagen, sondern die Tatsache, dass der Mensch und die Situation zunehmend weniger oder nicht zusammenpassen.

Das Trainieren und Erhöhen der eigenen Resilienz ist eine wirksame Maßnahme, um Burnout vorzubeugen. Dabei erweitert man den eigenen Handlungsspielraum und man entwickelt die Fähigkeit, einer Situation selbstwirksam gegenüber zu treten. Kreative Energien werden mobilisiert um sinnvolle Entscheidungen zu treffen, neue Wege auszuprobieren sowie in Selbstgestaltung und in der Kraft zu bleiben.

Ressourcen mobilisieren

Die Fähigkeit, die eigenen inneren Kräfte zu mobilisieren, setzt gleichzeitig auch die Fähigkeit voraus, sich selbst wahrzunehmen, sich selbst und Situationen richtig einzuschätzen. Burnout resultiert aus einer langfristigen Überforderung. Wer resilient ist, fordert sich, aber überfordert sich nicht. Der sorgt dafür, selbst in der Kraft zu bleiben und die Ressourcen rechtzeitig wieder aufzufüllen.

Stetes Training stärkt den Muskel

Resilienz zu trainieren ist vergleichbar mit einem Muskel-Training. Wenn wir einen Muskel selten benutzen, dann wird uns die Kraft des Muskels irgendwann nicht mehr ausreichend zur Verfügung stehen. Wenn ich einen bestimmten Muskel jedoch regelmäßig trainiere, dann wird er immer stärker, und ich kann in der Wettkampfsituation die Kraft dieses Muskels abrufen.

Ähnlich ist es bei der Resilienz. Wenn ich meine Resilienz trainiere, dabei meine Bewältigungsstrategien ausbaue und verfeinere, dann kann ich in fordernden oder schwierigen Situationen auf sie zugreifen und sie nutzen. Es geht darum, die nötige Lebenskunst zu erlernen; Lebenspflege und Selbstfürsorge als Kompetenz zu erschließen.

Kontakt:
DI Dr. Edith Dusch
successway Unternehmensberatung
E: office@successway.at
H: www.successway.com

DI Dr. Edith Dusch  ist Gründerin und Eigentümerin der successway Unternehmensberatung und Trainerin der CiT Leadership-Akademie. Ihre Schwerpunkte liegen in Coaching und Leadership Trainings. Davor war die provomierte Informatikerin bei der Siemens AG in verschiedenen Positionen mit Software Entwicklung, mit wissenschaftlicher Forschungsmitarbeit sowie in der Bereichsleitung tätig.

(GZ)

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