Glukokortikoide regulieren das Immunsystem sowie unseren Stoffwechsel, aber ihr Effekt auf kleine genetische Regulatoren, genannt mikroRNAs, ist im Fettgewebe noch unbekannt. Durch Manipulation dieser mikroRNAs könnte man Stoffwechselerkrankungen mildern und Nebenwirkungen von Anti-Entzündungsmedikamenten reduzieren.

Eingereicht von: Dr. rer. nat. Christina Glantschnig
Firma/Universität: Helmholtz Zentrum München
Homepage: www.helmholtz-muenchen.de

life-science.eu - Foto: (c) Christina GlantschnigMetabolische Störungen betreffen heutzutage 422 Millionen Menschen der globalen Bevölkerung in Form von Diabetes, während seit 2016 sogar die Mehrheit der Weltbevölkerung in Ländern lebt, in denen Übergewicht und Fettleibigkeit mehr Tode verursachen als Unterernährung. Ein Hauptmerkmal dieser Stoffwechselstörungen ist Glukoseintoleranz. Erhöhte Glukokortikoid-Levels über längere Zeit sind oft ein Nebeneffekt und nicht nur Konsequenz derer, sondern tragen auch zur Stoffwechselstörung bei. Zusätzlich sind bei chronischem Stress die Levels des Glukokortikoids und Stresshormons Cortisol oft erhöht. Dies kann zur weiteren Störung des Stoffwechsels führen und die Wahrscheinlichkeit erhöhen, fettleibig zu werden oder an Diabetes zu erkranken.

Durch Erforschen der mikroRNAs, die diese Zustände regulieren, werden wir potenzielle Kandidaten als Angriffspunkte identifizieren, um schlussendlich eine Grundlage für neue Therapien für Stoffwechselerkrankungen zu legen. Durch die Einstellung der mikroRNA Expression könnten Therapien auf den Patienten besser zugeschnitten und so personalisiert werden, um Nebenwirkungen zu vermeiden.

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