Gentherapie von soliden Tumoren

Eine durch eingefügte Mutationen besonders aktive humanen Thymidinkinase (super TK1), kann selektiv zur Gentherapie von Tumoren eingesetzt werden. Eingebracht in die Krebszellen wirkt sie unmittelbar zytostatisch auf die Zellvermehrung durch eine Hemmung der DNA-Synthese. Das superaktive Enzym produziert in den Zielzellen im Übermaß Desoxythymidinmonophosphat aus zugesetzem Desoxythymidin (dTh) und hemmt auch nachhaltig weitere Nukleotidstoffwechselwege.

Eingereicht von: Mag. Dr. Reinhold Hofbauer
Firma/Universität: Medizinische Universität Wien – Zentrum f. Med. Biochemie, Abt. f. Mol. Genetik
Homepage: www.meduniwien.ac.at; www.mfpl.ac.at

life-science.eu - Foto: (c) Reinhold HofbauerAnhand des Tiermodells soll für den menschlichen Patienten ein extrem schonendes Verfahren zur Behandlung von soliden Tumoren entwickelt werden, die nur minimale  Dosierungen der Wirkstoffe benötigen. Aber die weiteren Vorteile dieses Ansatzes liegen vor allem darin, dass  nicht chirurgisch zugängliche Tumore effektiv und in Kombination mit anderen Wirkstoffen und radiologischen Verfahren bekämpft werden können. Im therapeutischen Einsatz soll ein sicheres eukaryotisches Vektorsystem zum Einsatz kommen, das eine induzierbare Expression des therapeutisch wirksamen Genthera­peutikums garantiert, ohne dabei besondere Immunantworten auf die Expression zu induzieren. Durch die Verwendung des viralen AAV-Systems können alle Tumorzellarten vergleichbar gut erfasst werden, die bei Bedarf  wiederholten Therapiezyklen unterworfen werden können. Das Verfahren verwendet in erster Linie keinen besonders toxischen Wirkstoff (dTh) ist aber mit zytostatischen Pyridinanaloga in synergistischer Weise kombinierbar (5-FU, Cytosinarabinosid). Da die Wirkstoffe inklusive Gentherapeutikum relativ günstig herstellbar sind, entstehen auch keine enorm hohen Behandlungskosten. Hervorzuheben sind die stark verringerten negativen Begleiteffekte für den Patienten, die normalerweise bei herkömmlichen zytostatischen Therapien unvermeidbar sind. Eine Kombination mit weiteren immunologischen, radiologischen oder nuklearmedizinischen Zusatztherapien ist ebenfalls unproblematisch möglich.

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