Diagnostische Wertigkeit neuer mRNA-basierter Urintests für Blasenkarzinom-Patienten

Das Blasenkarzinom ist der zweithäufigste urologische Tumor und gehört somit zu den führenden urogenitalen tumorspezifischen Todesursachen. Eine lebenslange Nachsorge beim nicht-muskelinvasiven Tumor mit invasiven diagnostischen Untersuchungen (Zystoskopie, Harnzytologie und Bildgebung des oberen Harntraktes) ist essentiell. Ziel ist, den Xpert Bladder Cancer Monitor, ein neuartiger 5-Gen mRNA-basierter Urintest, erstmalig in der onkologischen Nachsorge bei unseren BlasentumorpatientInnen zu testen.

Eingereicht von: Univ.-Ass. OÄ Dr. med. univ. Renate Pichler, PhD
Firma/Universität: Medizinische Universität Innsbruck – Univ. Klinik für Urologie
Homepage: www.i-med.ac.at
Kooperationspartner: Biomedica Medizinprodukte GmbH & Co KG Wien, Cepheid Inc. Europe

Der Blasentumor hat die höchsten Lebenszeitkosten pro Patient im Vergleich mit allen anderen Krebsarten. Die EU-weiten Kosten im Jahre 2012 lagen bei 4.9 Billionen Euro (Leal et al. Eur Urol. 2016 Mar;69(3):438-47. doi: 10.1016/j.eururo.2015.10.024). life-science.eu - Foto: (c) Renate PichlerDies ist vor allem auf die hohe Rezidivrate und den dringenden Bedarf nach einer engmaschigen, langfristigen onkologischen Nachsorge je nach histologischen Risikoprofil des Patienten zurückzuführen. Die Zystoskopie und Urinzytologie mit regelmäßiger Bildgebung des oberen Harntraktes sind der aktuelle Goldstandard in der Nachsorge. Vor allem bei den high-risk PatientInnen ist besonders in den ersten beiden Jahren der Nachsorge eine 3-monatliche Zystoskopie notwendig. Die Intensität und Invasivität der Zystoskopie kann zur Morbidität, einer Beeinträchtigung der Lebensqualität der Patienten und finanzieller Belastung führen. Die Harnzytologie zeigt leider vor allem bei den low-grade Tumoren eine ungenügende Reproduzierbarkeit, um in der onkologischen Nachsorge eine ausreichende diagnostische Wertigkeit in der Detektion von Rezidiven zu erzielen. Die Verwendung von neuen urinbasierten mRNA Biomarkern könnte diese angeführten Probleme reduzieren und idealerweise entweder ein Rezidiv mit Sicherheit ausschließen oder das Rezidiv erkennen, bevor es überhaupt in der Zystoskopie visuell sichtbar ist. Daraus resultierend würde diese Tatsache für unsere PatientInnen bedeuten, dass man die Anzahl der Zystoskopien in der Nachsorge reduzieren könnte, ohne dabei Rezidive „fälschlicherweise“ zu übersehen. Eine Verbesserung der Lebensqualität und Compliance mit reduzierten ökonomischen Kosten wären somit die Folge.

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