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unbewusster-dialog120px"Der unbewusste Dialog - das Tor zur mehr Handlungsspielraum"

Kennen Sie die Situation, Sie stehen vor einer schwierigen Aufgabe, haben sich darauf inhaltlich sehr gut vorbereitet und trotzdem geht es daneben. Kennen Sie das Gefühl, weit unter dem eigenen Wert geschlagen worden zu sein. Hatten Sie schon manchmal den Eindruck, Sie kommen mit Ihrer Kompetenz nicht rüber, andere, mitunter weniger qualifizierte Personen kommen stattdessen zum Zug.

Wie kommt es zu solchen Situationen und was können Sie dagegen tun - diese Frage stellen wir dem Trainer René Knor in unserem Interview. 


life-science: Was versteht man unter dem unbewussten Dialog?

knorRené Knor: Sie kennen ja sicher die Aussage, ich habe das nicht bewusst gemacht. D.h. der unbewusste Dialog steuert und lenkt unser Verhalten im Hintergrund, ohne dass wir es bewusst mitbekommen. Er ist so etwas wie ein Programm im Hintergrund das ständig läuft und uns mitteilt, wie das Leben, die Menschen und wir selbst funktionieren. Es ist wie das Betriebssystem am PC - niemand arbeitet damit, jeder nutzt die Anwendungsprogramme aber ohne Betriebssystem würde das Werk nicht laufen. Der unbewusste Dialog ist meine persönliche Einstellung und Haltung, die jeder meiner Handlungen zu Grunde liegt. Diese kann förderlich und positiv oder hinderlich und negativ sein.

Wenn es uns gelingt, unser Unbewusstes aktiv zu beeinflussen können wir selbst bestimmter und freier unseren persönlichen Weg gehen.

life-science: Wenn dieses "Betriebssystem" unbewusst ist, wie können wir es dann erkennen, um es gegebenenfalls auch zu ändern?

René Knor:Ein Zugang dazu ist der, auf den inneren Dialog zu hören. Stellen Sie sich vor, Sie stehen vor einer neuen Aufgabe, was sagen Sie zu sich? Sagen Sie sich etwa "Ich weiß, dass ich, wenn es darauf ankommt, ungeheure Kräfte und Energien mobilisieren kann" oder "Das schaffe ich nie, das habe ich nicht gelernt".
Oder ein anderes Beispiel - Sie haben ein Gespräch mit Ihrem Vorgesetzten oder potenziellen Dienstgeber vor sich. Sagen Sie sich im Voraus: "Ich weiß nicht, ob ich gut genug bin für diese Aufgabe" oder sie freuen sich darauf und sagen sich: "jetzt habe ich die Chance, vorzustellen was ich kann". Wir führen ständig solche inneren Dialoge. Sie können es an sich selbst beobachten.
Eine wesentliche Frage dabei ist nur, ob sie hinderlich oder förderlich sind. Oft werden diese Glaubenssätze zusätzlich von verbreiteten Redewendungen verstärkt. In negativer Weise z.B. durch: "Schuster bleib bei deinen Leisten!"
Was aber in die eine Richtung geht, funktioniert natürlich auch in die andere. Es könnte auch heißen "DU, René, du schaffst das, weil du immer mit deinen Herausforderungen gewachsen bist". Unterstützt mit einem möglichen Glaubenssatz wie "Wo ein Wille, da ein Weg".

life-science: Woher kommt der unbewusste Dialog? Gehört der zu mir wie die Haarfarbe oder ist es etwas, das ich im Lauf der Zeit "gelernt" habe?

René Knor: Sie haben ihn gelernt. Vielleicht von den Eltern, Lehrern, aus dem Umfeld - jedenfalls steht er mit Ihren jetzigen Qualitäten nicht mehr immer im kausalen Zusammenhang. Im Laufe der Zeit haben wir alle natürlich Erlebnisse, verbunden mit Aussagen gehabt, die uns geprägt haben und fortwährend prägen.

life-science: Wenn wir es gelernt haben, dann müssten wir es ja auch umlernen können?

René Knor: Ja genau, Zuerst müssen wir unseren Dialog identifizieren und überprüfen, ob der noch immer Gültigkeit hat. Als nächsten Schritt überlegen wir uns die Situation vor der wir stehen und modifizieren unsere Handlungsmöglichkeiten. Ein Beispiel zum Veranschaulichen. Welche Handlungsmöglichkeiten haben Sie, wenn Sie an dem Glaubenssatz "Vorgesetzte oder potenzielle Dienstgeber suchen in Gesprächen immer nur nach Fehlern" festhalten? Wie werden Sie sich auf dieses Gespräch vorbereiten und wie werden Sie diese Person begrüßen?
Jetzt kommt der Clou - stellen Sie sich dieselbe Situation und Person vor, aber denken Sie anders. "Ich freue mich über das Interesse dieser wichtigen Person und der Möglichkeit, meine Qualifikationen zu präsentieren." Wie werden Sie in dieses Gespräch hinein gehen? Vermutlich anders und Sie werden beim anderen eine andere Reaktion auslösen.

Um diese innere Einstellung zu reflektieren und sich eine neue Grundhaltung anzueignen, bedarf es einer bewussten Reflexion der eigenen Muster mit konkreten Tools für die Zukunft. Das "positiv Denken" ist ein erster Schritt, aber alleine ist es zu wenig, denn das würde in den gut bekannten "Vorsätzen" enden. Schließlich brauche ich für tatsächliche Verhaltensveränderung auch meine emotionale Beteiligung. Der Kopf und das Vorsagen von Vorsätzen ist dafür definitiv zu wenig.
Daher arbeiten wir mit Glaubenssätzen, Werten, Einstellungen, …so dass eine in sich stimmige Veränderung statt findet.

life-science: Das würde doch auch bedeuten, wer einmal negative Erfahrungen gemacht hat, der wiederholt sie in Zukunft, da es seinem Programm entspricht?

René Knor: Wenn Sie es nicht reflektieren würden, würde es eintreten, "ja". Aber Sie haben die Möglichkeit der Entscheidung und Reflexion. Sie können sich nachträglich Gedanken darüber machen, wie ist eine Situation gelaufen, warum ist sie so gelaufen und vor allem auch, was kann ich das nächste Mal besser machen. Welche Fähigkeiten habe ich gar nicht eingebracht? Gerade bei der Reflexion sind die Unterstützung und das Feedback von außen ganz hilfreich. Jemand der wertschätzend aber ehrlich sagt, wo Sie sich selbst die Schlinge legen.
Den unbewussten Dialog  können Sie im positiven Sinne auch dadurch verstärken,  in dem Sie sich aufbauende, motivierende Bilder, Gedanken, usw. abrufen und dadurch Ihren Dialog in eine gewünschte Richtung lenken bzw. stärken.

life-science: Was habe ich von einem positiven inneren Dialog?

René Knor: Wenn ich meine inneren Dialoge erkenne und dadurch mehr selbst bestimme, stehen mir mehr Wahlmöglichkeiten zur Verfügung, wie ich meine Gedanken und damit auch meine Handlungen ausrichten möchte. D.h. mein unbewusster Dialog hat unmittelbaren Einfluss auf meine persönliche Lebensqualität. Also mehr Lebenserfolg.

Kontakt:
NLP Akademie
Mag. (FH) Alexandra Forchtner
Grünangergasse 3-5/12
A-1010 Wien
Tel.: +43 (1) 368 45 78
www.nlpakademie.at

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