Optimierung von kationischen Antitumor Peptiden

Die Studie dient dem Design und der Optimierung von kationischen Antitumor Peptiden, die aus dem menschlichen Abwehrpeptid Lactoferricin abgeleitet wurden und über ein krebszellspezifisches Target in Krebszellen eindringen und unabhängig von Mutationen oder Resistenzen dort den Zelltod auslösen können.

Eingereicht von: Priv. Doz. Dr. Dipl. Ing. Dagmar Zweytick
Firma/Universität: Karl-Franzens Universität Graz
Homepage: www.uni-graz.at
Kooperationspartner: Medizinische Universität Graz; Sanochemia Pharmazeutika AG

Ziel des Projektes ist ein Therapeutikum gegen malignes Melanom als Arzneimittel zu entwickeln. Das maligne Melanom (oder auch schwarzer Hautkrebs genannt), ist ein hochgradig bösartiger Tumor der Pigmentzellen (Melanozyten). Er verursacht die höchste Sterblichkeit aller Hautkrebsarten und neigt dazu, frühzeitig über Lymph- und Blutbahnen zu metastasieren, und ist die am häufigsten tödlich verlaufende Hautkrankheit mit weltweit stark steigender Anzahl an Neuerkrankungen. Die Inzidenz dieser Erkrankung ist in den letzten 50 Jahren stark gestiegen, einerseits durch die deutlich erhöhte Lebenserwartung, andererseits durch Änderungen im Lebensstil (höhrere Exposition im UV-Licht). 1960 lag das Lebenszeitrisiko noch bei 1:600, während es gegenwärtig im Bereich von 1:75 bis 1:100 liegt.  Diese Werte machen das maligne Melanom zum Tumor mit der am schnellsten ansteigenden Inzidenz. In späteren Stadien, wenn der Tumor bereits Metastasen in Haut, Lymphknoten und inneren Organen gebildet hat, ist die Chance auf eine Heilung gering. Dieser weist mit ca. 10% nur sehr geringe Sensitivität gegenüber Chemotherapie auf. Ein neuer Ansatz in der Therapie ist vor allem die Immuntherapie, die bestimmte Kontrollpunkte der Immunzellen zum Ziel hat. Das 2011 von der FDA zugelassene Ipilimumab erzielt eine 12.7 Monate durchschnittliche Überlebenszeit der Patienten.

life-science.eu - Foto: (c) Dagmar ZweytickDas Entwicklungspotential der bestehenden Forschungskooperation wird daher als sehr hoch eingeschätzt, da durch das Projekt ein vielversprechendes Medikament für die Therapie einer schwer heilbaren Krankheit mit bisheriger schlechter Prognose, des malignen Melanoms, zum Einsatz kommen könnte. Weiter sind die Studien von großer Bedeutung für die Erprobung des entwickelten Medikaments an weiteren Krebsarten, die dasselbe Zielmolekül an ihrer Oberfläche präsentieren.

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