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Passfoto D. Kiener 150pxAssoz.Prof. Dr. Daniel Kiener beschäftigt sich mit der Erforschung von Verformungs- und Versagensprozessen auf der Nanometerskala. Ziel der Arbeiten ist das Verständnis und Design von neuen höchstfesten und extrem bruchresistenten Werkstoffen. Foto: (c) Montanuniversität Leoben

Unvereinbarkeit von Materialeigenschaften überbrücken
Bei sämtlichen Materialanwendungen, vom Maschinenbau und der Fahrzeugtechnik über die Medizintechnik bis hin zu Mikroelektronik, stehen zwei Materialeigenschaften immer im Vordergrund: die Festigkeit und die Bruchzähigkeit. Hohe Festigkeit ist wichtig, damit unter möglichst ressourcenschonendem Materialeinsatz maximale Leistung im Betrieb erreicht werden kann. Eine hohe Bruchzähigkeit wiederum ist im Fall von unerwarteten oder unsachgemäßen Belastungen unerlässlich, um Materialversagen durch die Entstehung von Rissen zu vermeiden. Konventionell sind diese beiden Eigenschaften unvereinbar: ein Werkstoff ist in der Regel hochfest und spröde, oder bruchzäh, aber weich. In seiner Arbeit beschäftigt sich Kiener mit dem Verständnis der elementaren Prozesse, welche für dieses Verhalten verantwortlich sind, mit dem Ziel diese Unvereinbarkeit zu überbrücken und höchstfeste und bruchresistente Materialien zu entwickeln. Dieses Vorhaben unterstützt nun auch der Europäische Forschungsrat (European Research Council - ERC), welcher die exzellente Grundlagenforschung von Kiener im Rahmen eines Consolidator Granzts in den nächsten fünf Jahren mit zwei Millionen Euro fördert.

Im Rahmen des vom ERC geförderten Projektes TOUGHIT (Tough Interface Tailored Nanostructured Metals) soll dies durch die Forschungsgruppe um Kiener mit Hilfe von grenzflächenoptimierten metallischen Nanokompositen realisiert werden. Dazu werden mit Hilfe eines Zusammenspiels aus fortschrittlichster Elektronenmikroskopie und nanomechanischen Charakterisierungsmethoden erstmals strukturelle und mechanische Untersuchungen mit chemischer Analyse auf atomarer Ebene kombiniert. Basierend auf dem Verständnis der für die Verformung limitierenden Prozesse und deren gezielter Optimierung durch ein ab-initio unterstütztes Grenzflächendesign werden neuartige Werkstoffe geschaffen, die das Festigkeits-Duktilitäts-Paradigma überwinden und eine neue Klasse höchstfester und gleichzeitig bruchzäher Materialien darstellen.

Zur Person
Daniel Kiener ist seit 2013 als assoziierter Professor am Department Materialphysik der Montanuniversität Leoben tätig. Er leitet dort eine selbstfinanzierte Forschungsgruppe „Mikro- und Nanomechanik“. Ausgezeichnet wurde er unter anderem 2017 mit dem Masing-Gedächtnispreis der Deutschen Gesellschaft für Materialkunde (DGM), dem Adolf-Martens-Award 2014 der Deutschen Bundesanstalt für Materialprüfung, sowie 2014 mit einem Piercy-Visiting Professor Fellowship der Universität von Minnesota.

Zum ERC Consolidator Grant 2017
Im Rahmen der Consolidator Grant Schiene fördert der ERC wissenschaftlich exzellente Projekte herausragender Forscher, deren Promotion sieben bis zwölf Jahre zurückliegt. In der
Ausschreibungsrunde 2017 hat der ERC 329 Consolidator Grants mit einem Gesamtvolumen von 630 Millionen Euro vergeben. Von den insgesamt 2.539 eingegangen Anträgen wurden insgesamt 329 Projekte und in der die Werkstoffwissenschaften betreffenden Untergruppe nur 17 Anträge in ganz Europa bewilligt.

Quelle: Montanuniversität Leoben

Kontakt:
Assoz.Prof. Dr. Daniel Kiener
Department Materialphysik
Tel.: 03842/804 412
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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