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Die TU-Chemikerin wird für neue Synthesemethoden für Hochleistungsmaterialien mit dem österreichischen Gründerpreis „Phönix“ in der Kategorie „Prototypen“ ausgezeichnet.

Die besten Start-ups, Spin-offs und Prototypen werden vom Bundesministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung mit dem Phönix-Preis ausgezeichnet. Bei der diesjährigen Preisverleihungs-Gala am 29.11.2017 war auch ein Prototyp der TU Wien unter den Gewinnern: Miriam Unterlass, Chemikerin am Institut für Materialchemie der TU Wien, erhielt den Phönix für ihre neue Methode zur Herstellung von Polyimid-Membranen.

Synthese unter hohem Druck
Die Grundidee für ihre Technologie hat sich Miriam Unterlass von der Erde abgeschaut: Im Gestein, tief unter dem Erdboden, können unter extremem Druck hochkristalline Mineralien entstehen, die an der Oberfläche nie gebildet werden würden. Diese Methode imitiert Miriam Unterlass mit ihrem Team im Labor. „Bei der sogenannten hydrothermalen Polymerisation, die bei uns in Hochdruckbehältern abläuft, können wir spezielle Hochleistungsmaterialien herstellen“, sagt Miriam Unterlass. „Dabei kann man auf giftige und umweltschädliche Substanzen verzichten, die man bisher unter Normalbedingungen benötigt hat, um diese Art von Materialien zu produzieren.“

Die Arbeitsgruppe Unterlass forscht an der Herstellung hochkristalline Polyimid-Membranen mit Bienenwaben- Struktur, die derzeit am Markt nicht verfügbar sind. Das Interesse seitens der Industrie ist bereits groß. Die hochgeordneten Polyimid-Membranen könnten in der Flugzeug- und Automobilindustrie eingesetzt werden, aber auch in der Wasseraufbereitung, in Gastrennanlagen oder für Brennstoffzellen.

Patentierung mit Unterstützung durch den Forschungs- und Tranfersupport
Bei der Patentierung der neuen Technologie sowie auch bei der Einreichung zum Phönix-Preis wurde Miriam Unterlass vom Forschungs- und Transfersupport der TU Wien unterstützt. „Die Technologie von Miriam Unterlass ist eine der zukunftsweisendsten und vielversprechendsten Technologien der TU Wien“, sagt Tanja Sovic, Leiterin des Bereichs „Patent- und Lizenzmanagement“. „Wir freuen uns über die Anerkennung für diese bahnbrechende Technologie durch den Phönix-Preis“ betont Peter Karg, Leiter des Forschungs- und Transfersupports der TU Wien.

Der von der Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws) organisierte Österreichische Gründerpreis Phönix wird in Kooperation mit der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) und mit Unterstützung der Industriellenvereinigung (IV) in insgesamt fünf Kategorien verliehen. Die Preisträgerinnen und Preisträger gewinnen – neben Urkunde und Trophäe – die Teilnahme als Expertinnen und Experten bei einem einschlägigen internationalen oder nationalen Event im Wert von 5.000 Euro.

Phönix-Preis
„Mut, Innovationskraft, Kreativität und Unternehmergeist sind notwendig, um Österreich zum Gründerland Nummer eins zu machen. Der Phönix holt jene auf die Bühne, die auf diesem Feld bereits Großartiges geleistet und uns diesem Ziel einen Schritt nähergebracht haben“, sagt Barbara Weitgruber, Sektionschefin im BMWFW.

Der Gründerpreis Phönix 2017 unterstützt Start-ups, Spin-offs und die Entwicklung von Prototypen und zeigt, wie essentiell der erfolgreiche Wissenstransfer aus Forschungseinrichtungen in Form von Unternehmensgründungen für den Innovationsstandort Österreich und seine Wertschöpfung ist.

Quelle: TU Wien

Kontakt:
Dr. Miriam Unterlass
Institut für Materialchemie
Technische Universität Wien
Getreidemarkt 9, 1060 Wien
T: +43-1-58801-165206
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