Spezialist für NaturwissenschafterInnen
  • Spezialist für NaturwissenschafterInnen

  • Netzwerke für NaturwissenschafterInnen

Job on the Top

439928 Rainer Sturm pixelio 150pxGeruch trifft Gehirn: Grazer ForscherInnen untersuchen den Zusammenhang zwischen Verlust des Riechvermögens und neuronalen Veränderungen. Dabei ändert sich die Lebensqualität der Betroffenen und die Verarbeitungsnetzwerke im Gehirn werden umorganisiert. Foto: (c) Rainer Sturm/pixelio.de

Nasale Mikrobiom beeinflussen das Gehirn
Der menschliche Körper ist Lebensraum für Billionen von Mikroorganismen, in ihrer Gesamtheit Mikrobiom genannt. „Das Mikrobiom ist so etwas wie ein unsichtbarer Regisseur“, erklärt Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Veronika Schöpf vom Institut für Psychologie der Karl-Franzens-Universität Graz: „Es kann mit Körperzellen interagieren und auf diese Weise Gewebefunktionen und sogar das Gehirn beeinflussen.“ Auch in der Nase leben Mikroorganismen. Wie das nasale Mikrobiom das Gehirn von PatientInnen beeinflusst, die ihren Geruchssinn verloren haben, erforscht Schöpf gemeinsam mit Univ.-Prof. Dr. Christine Moissl-Eichinger von der Universitätsklinik für Innere Medizin der Medizinischen Universität Graz in einem vom österreichischen Wissenschaftsfonds FWF geförderten Projekt.
         
Verlust ändert die Lebensqualität
„Der Verlust des Geruchssinns bedeutet für Betroffene eine massive Einschränkung“, schildert Schöpf. Nicht nur dass sich die Lebensqualität ändert, auch die Verarbeitungsnetzwerke im Gehirn werden in so einem Fall umorganisiert. Welche Rolle in diesem Prozess das Mikrobiom der Nase spielt, ist bis dato gänzlich unbekannt. „Wir kombinieren deshalb zwei Wissenschaftsfelder der so genannten Life Sciences: Neuroimaging, also ein bildgebendes Verfahren, und Mikrobiologie, um zu untersuchen, wie ein verlorener, schrittweise abnehmender oder wiedererlangter Geruchssinn mit den allgemein gegebenen Verbindungen im Gehirn beziehungsweise mit bestimmtem Prozessverarbeiten zusammenhängt“, so Christine Moissl-Eichinger. Dieser integrative Ansatz soll zu einem besseren Verständnis der Grundlagen des Geruchssinns führen und damit auch die Basis für die Entwicklung neuer therapeutischer Ansätze schaffen. „Außerdem könnten unsere Ergebnisse dazu beitragen, den Erfolg von Behandlungsmethoden individuell vorherzusagen und so eine kosteneffektive Vorsorge im Bereich der Altersmedizin gewährleisten“, unterstreicht Schöpf.

ProbandInnen gesucht
Für diese wissenschaftliche Studie werden sowohl gesunde ProbandInnen als auch Personen, die unter Geruchsverlust leiden, gesucht. Interessierte können sich unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! melden. Das Projekt wird im Rahmen von BioTechMed-Graz, der gemeinsamen Plattform von Karl-Franzens-Universität, Medizinischer Universität und TU Graz zur Gesundheitsforschung, realisiert.  

Quelle: Karl-Franzens-Universität Graz

Kontakt:
Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Veronika Schöpf
Institut für Psychologie der Karl-Franzens-Universität Graz
Tel.: 0316/380-8490
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
 

Partnerbanner

Universitäten forschen

Der Weg zu ultrakleinen Schaltern für neue Speicher wurde geebnet

Das Schalter-Molekül
Der Zustand eines neuartiger Schalters auf Nanometer-Skala kann mit einem einzigen Elektron gezielt verändert werden. Dazu wurde ein Transistor entwickelt, der aus einem einzigen Molekül besteht. Foto: Ein einzelnes organisches Molekül - mit einem Molybdän-Atom im Zentrum zwischen zwei Gold Elektroden - dient als Schalter. (c) TU Wien

Weiterlesen...

Rund um die Karriere

Schweigen und Zuhören zählen zu Kommunikationsfähigkeiten

Teamplayer und Menschen, die nicht nur reden sondern etwas sagen und kommunizieren können, sind gefragt. Die Zeit der Selbstdarstellungsmeister und Egomanen ist vorbei. Mitarbeiter sind die Visitenkarte des Unternehmens und "Outsourcing" entpuppt sich als der kostspielige, jedem bekannte Trick zur Aktionärsbefriedigung. Interview mit Dr. Christian Braida. Foto: (c) B Kasper / pixelio.de

Weiterlesen...

Find us on Facebook