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600150 Rainer Sturm pixelio.de 150pxÖkosysteme verändern sich und um die dahinterstehenden Prozesse zu verstehen sind Langzeitforschungen notwendig. In Österreich gibt es schon mehrere Ökosystem-Messstationen für Langzeitbeobachtung. Foto: (c) Rainer Sturm/pixelio.de

Österreichische Großinitiative zur Erforschung der Effekte von extremen Klimaereignissen auf die Umwelt
Unter Leitung des Forschungsverbundes Umwelt der Universität Wien haben sich die wichtigsten nationalen Akteure der ökologischen Langzeitforschung zusammengeschlossen, um eine neue Infrastruktur für die Erhebung von Umweltdaten aufzubauen. Ziel des von der Forschungsförderungsgesellschaft FFG geförderten Projektes ist es, an sechs hochmodernen Messstandorten Daten zur Auswirkung von extremen Klimaereignissen auf den Kohlenstoff-, Wasser- und Stickstoffkreislauf zu sammeln. Für den Auf- und Ausbau der Standorte im Zuge von "LTER-CWN" (Long-Term Ecosystem Research Infrastructure for Carbon, Water and Nitrogen) stehen 1,96 Millionen Euro zur Verfügung, 1,67 Millionen Euro beträgt das Fördervolumen der FFG. 
 
"Unsere Umwelt ist sich ständig verändernden Bedingungen ausgesetzt. Am Beispiel des Klimawandels lässt sich eindeutig zeigen, dass Dürre, Hitzeperioden oder starke Regenfälle Ökosysteme verändern – und zuweilen auch langsam oder verzögert", sagt Geoökologe Stephan Glatzel, Projektkoordinator und Vertreter des Forschungsverbundes Umwelt der Universität Wien. Mit Hilfe ökologischer Langzeitforschung wollen die WissenschafterInnen die Datengrundlage schaffen, um die Veränderungen zu erheben und die dahinterstehenden Prozesse zu verstehen – auch zum Zweck einer Risikoabschätzung.
 
Das fünfjährige Projekt LTER-CWN konzentriert sich auf die Auswirkungen von extremen Klimaereignissen auf beispielsweise den Austausch von Treibhausgasen (z.B. Kohlendioxid, Methan und Lachgas) zwischen Böden und Luft, auf wechselnde Wassertransporte und -verfügbarkeit und auf die Stickstofffreisetzung von Böden. "Die Daten können vielen Forschungsrichtungen dienen, sie müssen interdisziplinär ausgewertet werden und sie lassen letztlich auch auf die Wechselwirkungen zwischen Umwelt und Mensch schließen", sagt Thomas Dirnböck, Experte für Ökosystemforschung im Umweltbundesamt.
 
Die nächste Generation LTER
Die österreichische ökologische Langzeitforschung wird derzeit im Rahmen des nationalen Netzwerkes LTER-Austria (Long-Term Ecosystem Research Austria) betrieben. Es gibt bereits mehrere Dutzend Ökosystem-Messstationen im Netzwerk, die allerdings sehr unterschiedlich ausgestattet sind.
 
"Mit LTER-CWN wollen wir den nächsten Schritt setzen und für Österreich charakteristische Ökosysteme mit hochwertig instrumentierten und gut abgestimmten Messstandorten ausstatten. Damit schaffen wir eine international wettbewerbsfähige Grundlage", sagt Michael Bahn, stellvertretender Vorsitzender von LTER-Austria: "Das schärft das Profil und den internationalen Beitrag Österreichs zur ökologischen Langzeitforschung."
 
Das Projekt LTER-CWN ist eines von insgesamt acht genehmigten Projekten im Rahmen der FFG-Ausschreibung "F&E Infrastrukturförderung". Das Projektkonsortium besteht aus dem Forschungsverbund Umwelt der Universität Wien und VertreterInnen der Universität für Bodenkultur Wien, der Universität Innsbruck, des Umweltbundesamtes und des Bundesforschungszentrums für Wald. Mit an Bord ist zudem das Forschungszentrum Jülich (Deutschland) als Partner für die Datenspeicherung und das Datenmanagement.
 
Sechs Standorte
Die sechs Standorte von LTER-CWN ermöglichen Langzeitbeobachtung in den charakteristischen Ökosystemen Österreichs: in Wäldern, im Grünland in Tallagen und im Gebirge sowie im Feuchtgebiet bzw. Moor. An den Messstationen wird experimentelle Forschung wie auch Dauerbeobachtung betrieben; die Daten stehen der Grundlagenforschung zur Verfügung. Die Stationen sind mit modernster Technologie zur Messung von Treibhausgasflüssen und Wasserqualität ausgestattet. Die Startphase des Projektes umfasst den technischen Aufbau der Messinstrumente sowie den Aufbau einer gemeinsamen Dateninfrastruktur. Es werden zudem auch Workshops und Trainings für junge ForscherInnen entwickelt, um die Nutzung der Messstationen zu erleichtern.
 
Projektpartner & LTER-CWN Standorte
Forschungsverbund Umwelt der Universität Wien (Projektkoordination): Betreiber LTER Pürgschachener Moor & LTER Neusiedler See
Universität für Bodenkultur Wien: Betreiber LTER Forschungsstation Rosalia
Umweltbundesamt: Betreiber LTER Zöbelboden
Bundesforschungszentrum für Wald: Betreiber ICP Forests/LTER Klausen-Leopoldsdorf
Universität Innsbruck: Betreiber LTER Stubaital
Forschungszentrum Jülich GmbH (Deutschland)

Quelle: Universität Wien

Kontakt:
Univ.-Prof. Dr. Stephan Glatzel
Projektkoordinator LTER-CWN
Forschungsverbund Umwelt der Universität Wien
Institut für Geographie und Regionalforschung
Universität Wien
1090 Wien, Althanstraße 14 (UZA II)
T +43-1-4277-486 60
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