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martin-buedenbender pixelioThemis Bioscience, das bereits einen Zika-Impfstoff in Phase I entwickelt, testet nun seinen Impfstoffkandidaten gegen Chikungunya-Fieber in klinischer Studie der Phase II. Der zum Einsatz kommende Impfstoff wird weltweit als einer der am weitest fortgeschrittene bewertet. Foto: (c) M. Büdenbender/pixelio.de

 In Puerto Rico wird ab August ein Impfstoffkandidat, der auf  etabliertem Masernimpfstoff basiert, gegen Chikungunya-Fieber in einer klinischen Studie der Phase II, getestet. Dieser basiert auf einem herkömmlichen Masernimpfstoff, bietet ausgezeichnete Immunogenität und hohe Sicherheit. Eine Phase I Studie belegte bereits die hohe Serokonversionsrate des Impfstoffes: Bis zu 100 % aller geimpften Probanden produzierten neutralisierende Antikörper gegen das Chikungunya-Virus. Derzeit wird der Impfstoffkandidat in zwei parallel laufenden Phase II Studien in den USA und Österreich/Deutschland getestet. Das Ziel der weiteren Studie in Puerto Rico ist es, den Einfluss vorangegangener Chikungunya-Infektionen auf die Sicherheit und Immunogenität des Impfstoffkandidaten zu beurteilen.

Basis - ein gut etablierter Masernimpfstoff
Die neue, nun beginnende Studie wird den Einfluss vorangegangener Chikungunya-Infektionen auf die Sicherheit und Immunogenität untersuchen und in Puerto Rico durchgeführt, wo Chikungunya-Fieber endemisch vorkommt. Zu der Studie meint Dr. Erich Tauber, CEO und Mitgründer von Themis: "Das Virus stellt in vielen tropischen Regionen weiterhin eine wachsende Bedrohung dar. Eine vorbeugende Impfung ist daher dringend notwendig und wir sind froh, dass wir mit unserem Lebendimpfstoffkandidaten eine Alternative anbieten können, die viele als den fortschrittlichsten Chikungunya-Impfstoffkanidaten der Welt ansehen. Dieser basiert auf einem gut etablierten Masernimpfstoff als Vektor, der zusätzlich zu einem exzellenten Sicherheitsprofil auch den Vorteil eines validierten, günstigen Produktionsprozesses bietet."

Ergänzt mit laufender Studie
Die anlaufende Studie wird gemeinsam mit dem Walter Reed Army Institute of Research (WRAIR), einer Einrichtung des US Department of Defense, durchgeführt. Insgesamt werden 100 Freiwillige geimpft und über ein Jahr lang auf ihre Immunantwort sowie auf Sicherheitswerte hin untersucht. Von den 100 Freiwilligen wird eine Hälfte bereits eine vorherige Infektion mit dem Chikungunya-Virus durchgemacht haben und die andere Hälfte keine Zeichen einer solchen vorangegangenen Infektion aufweisen. Alle Freiwilligen werden zwei Injektionen erhalten; eine am Anfang der Studie und eine zweite vier Wochen später.

Erich Tauber fügt an: "Diese Studie wird unsere zwei laufenden Phase II Studien mit Daten ergänzen, die für die Sicherheit des Impfstoffes in Gegenden wichtig ist, in denen Chikungunya endemisch war oder noch ist. Zusammengenommen werden in allen drei Studien über 700 Freiwillige unseren Impfstoffkandidaten erhalten. Das wird eine solide Datengrundlage liefern."

Exzellentes Sicherheitsprofil kombiniert mit günstigem Produktionsprozess
Der von Themis entwickelte prophylaktische Chikungunya-Impfstoff baut auf einem standardmäßig verwendeten Masernimpfstoff als Vektor auf. Dieser stellt die Grundlage der Firmen-Pipeline dar, die auch einen prophylaktischen Zika-Impfstoff enthält, der derzeit in einer Phase I Studie in Österreich getestet wird.

Für den Chikungunya-Lebendimpfstoff wurden Gene, die für ausgewählte Antigene des Chikungunya-Virus kodieren, in das Genom des etablierten Masernimpfstoffes eingebracht. So werden diese Antigene direkt in der Zelle produziert, wo sie eine spezifische Immunantwort gegen Chikungunya hervorrufen. Der Masernimpfstoff wurde weltweit bei mehreren hundert Millionen Menschen erfolgreich angewendet, und bietet so ein exzellentes Sicherheitsprofil und einen validierten, günstigen Produktionsprozess, der einen echten Vorteil darstellt.

Globale Ausbreitung der infizierenden Moskitos
Chikungunya-Fieber ist eine durch bestimmte Moskitos übertragene Viruserkrankung, die ihren Ursprung in Asien und Teilen von Afrika hat. Global steigende Temperaturen und wachsende Reiseaktivitäten führen zu einer Verbreitung dieser Moskitos und dadurch des Virus in vormals gemäßigte Klimazonen. In den letzten vier Jahren wurden allein in den 45 Ländern Nord- und Südamerikas sowie der Karibik 1,7 Millionen Fälle registriert. Die Mehrheit der infizierten Personen erkrankt an Polyarthralgie, die chronisch werden kann. Von daher ist die Entwicklung einer effizienten und leistbaren prophylaktischen Impfung dringend notwendig und wird die Gesundheitskosten für chronische Erkrankungen und Behinderungen deutlich beeinflussen.

Kontakt
Themis Bioscience GmbH
Dr. Erich Tauber, CEO
T +43 / 1 / 236 7151
E Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
W  http://www.themisbio.com


Hintergrundinformation

Themis Bioscience GmbH (Stand Juni 2017):
Themis Bioscience GmbH entwickelt prophylaktische Impfungen von der präklinischen bis zur frühen klinischen Phase. Das Unternehmen fokussiert dabei auf neu auftretende und spezielle Indikationen. Erste Impfstoffkandidaten werden derzeit gegen Chikungunya-Fieber und Zika entwickelt. Die unternehmenseigene, auf einem Masern-Vektor beruhende Technologieplattform, die vom weltweit geachteten Institut Pasteur in Paris einlizenziert wurde, bildet die Basis aller Impfstoffkandidaten des in Wien ansässigen Unternehmens. Diese Plattform ist hoch-innovativ und vollständig durch Patente abgesichert.
www.themisbio.com

Über die Impfstofftechnologie:
Die technologische Grundlage der Vektorplattform auf Basis des Masernimpfstoffes wurde am Institut Pasteur in Paris entwickelt und ist an Themis auslizenziert. Die Technik beruht auf dem standardmäßigen Masernimpfstoff als Impfvektor. Gene, die für ausgewählte Antigene des Chikungunya-Virus kodieren, wurden in das Genom des etablierten Masernimpfstoffes eingebracht. Der Masern-Chikungunya-Impfstoffvektor bewirkt eine Expression der Fremd-Antigene und eine Präsentation dieser in Makrophagen und dendritischen Zellen – den wirksamsten und effektivsten Antigen-präsentierenden Zellen. Dies löst so eine mächtige spezifische Immunantwort gegen das Chikungunya-Virus aus, die mit einer hohen Wahrscheinlichkeit zu einer langanhaltenden Immunität beiträgt, ähnlich der gegen Masern.

 

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