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Job on the Top

Es erscheint irgendwie paradox. Beinahe jeder von uns war in seinem Leben schon einmal froh über ein Produkt der Pharmaindustrie. Egal ob es die Spritze beim Zahnarzt, die Pille oder einfach nur ein Kopfwehpulverl war. Trotzdem scheint es, als ob die Pharmaindustrie im Vergelich zu anderen Unternehmen am unteren Ende der Imageskala ihren Stammplatz gepachtet hätte.

Stellt sich die Frage, woran das liegt. Allein an der Tatsache, dass die Pharmaindustrie an der Gesundheit bzw. dem Leiden von anderen verdient, wird es nicht liegen. Schließlich verdienen auch Ärzte mitunter nicht schlecht daran, dass sie andere Menschen von ihrem Leiden befreien. Doch im Gegensatz zur Industrie genießen sie in der Bevölkerung höchste Anerkennung und höchsten sozialen Status. Worin liegt dennoch der Unterschied?

Als Patient ist man vom Arzt und seiner Kunst ebenso abhängig wie von den Medikamenten. Allerdings den Arzt trifft man persönlich und ihm wird seit Jahrtausenden die Rolle des „Heilers“ zugeschrieben. Zu einem Konzern gibt es keinen persönlichen Bezug. Hinzu kommt zweifelsohne das Talent der Pharmaindustrie, es immer wieder mit neuen negativen Pannen und damit Schlagzeilen in die Medien zu schaffen. Meist mit Schlagzeilen, die den Nerv der Menschen treffen. Geringfügige Nachlässigkeiten können bereits schwerwiegende Folgen für eine Vielzahl von Menschen nach sich ziehen. Die Medikamentenentwicklung birgt von Haus aus Risiken in sich, jeder Mensch ist anders und reagiert anders. Nicht jede mögliche und unmögliche Reaktion lässt sich mit klinischen Studien im voraus abtesten.

Es wäre blauäugig zu behaupten, die Pharmaindustrie ist der "Edelmut" in Person und hätte allein die Gesundheit und Lebensqualität des Menschen als Ziel. Es gibt schließlich noch die Shareholder, die auch Ihren Teil am Kuchen bekommen möchten. Und wie in jeder anderen Branche auch, gibt es genug Baustellen, an denen im Sinn von mehr Verantwortungsbewusstsein gegenüber der Gesellschaft, gearbeitet werden kann.

Eigentlich müsste es ja im Interesse jedes einzelnen Mitarbeiters, egal welcher Ebene sein, dass im eigenen Pharmaunternehmen gesellschaftliche Verantwortung ernst genommen wird. Denn schnell kann es gehen und man findet sich plötzlich auf der anderen Seite wieder; nämlich auf der als Patient oder Angehöriger eines Patienten. Dann treten vermutlich auch beim General Manager die Interessen der Shareholder in den Hintergrund und er ist froh, wenn er den Medikamenten, der Diagnose und Therapie des Arztes vertrauen kann.

Gesundheit wird der Mensch immer brauchen. Somit wird die Pharmaindustrie immer einen Markt haben, eine der wenigen Branchen, die keine Sorgen haben muss, dass sie irgendwann keine Kunden mehr hat.

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